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Wiederkehrende Rechnungen erstellen: Ablauf und Beispiel
Von InvoiceFlow · Veröffentlicht am
Wiederkehrende Rechnungen passen zu Leistungen, die du regelmäßig abrechnest: etwa monatliche Wartung, einen Beratungs-Retainer oder die Reinigung eines Büros. Eine Vorlage übernimmt die wiederholten Angaben; je Abrechnungszeitraum entsteht eine neue Rechnung. Hier erfährst du, wie du die Serie aufsetzt und was du vor jedem Versand prüfen solltest.
Wann lohnt sich eine Rechnungsserie?
Eine Abo-Rechnung ist besonders nützlich, wenn Kunde und Grundleistung gleich bleiben. Du musst nicht jeden Monat dieselbe Rechnung kopieren und den nächsten Termin nebenher in einer Liste pflegen. Typische Beispiele sind:
- IT-Wartung: eine vereinbarte Servicepauschale, ergänzt um separat beauftragte Arbeiten.
- Gebäudereinigung: ein fester Monatsbetrag pro Objekt mit klarer Objektbezeichnung.
- Laufende Beratung: ein Retainer mit vereinbartem Leistungsumfang.
Wechseln dagegen Kunde, Leistungsumfang und Preis bei jedem Auftrag vollständig, bringt eine neue Einzelrechnung meist mehr Übersicht. Eine Serie ersetzt weder die Vereinbarung mit deinem Kunden noch die Kontrolle, ob die Leistung tatsächlich erbracht wurde.
Wiederkehrende Rechnung oder Dauerrechnung: der Unterschied
Die Begriffe werden in Software unterschiedlich verwendet. In diesem Ratgeber bedeutet Rechnungsserie: Für jede Periode entsteht ein eigener Beleg. Eine Dauerrechnung bezeichnet dagegen einen Beleg, der mehrere regelmäßig wiederkehrende Leistungen abdeckt. Das ist beispielsweise bei bestimmten Miet- oder Wartungsverhältnissen eine andere Form der Abrechnung.
Ob ein einzelner Dauerbeleg für deinen Vertrag geeignet ist, hängt vom konkreten Fall ab. Bei E-Rechnungen behandelt die Finanzverwaltung Dauerschuldverhältnisse ausdrücklich gesondert. Die Abo-Funktion in InvoiceFlow erstellt einzelne Rechnungsentwürfe; sie stellt keine Dauerrechnung für mehrere Perioden aus. Hinweise zur steuerlichen Einordnung stehen im BMF-Schreiben zur E-Rechnung vom 15. Oktober 2025 (insbesondere Abschnitt 14.1 Absatz 19 UStAE).
Beispiel: eine monatliche Rechnung mit Zusatzstunden
Du betreust die Website eines Kunden für 300 € netto pro Monat. Im November kommen zwei separat vereinbarte Zusatzstunden zu jeweils 80 € netto hinzu. Für diese Beispielrechnung gilt ein Steuersatz von 19 %; das ist keine Aussage über die steuerliche Behandlung deiner eigenen Leistung.
| Position | Netto |
|---|---|
| Website-Wartung, 01.–30.11.2026 | 300,00 € |
| Zusatzarbeiten laut Auftrag: 2 h × 80 € | 160,00 € |
| Summe netto | 460,00 € |
| 19 % Umsatzsteuer | 87,40 € |
| Gesamtbetrag | 547,40 € |
In der Vorlage bleibt die reguläre Wartungspauschale. Die zwei Zusatzstunden ergänzt du nur im November-Entwurf, damit sie nicht versehentlich jeden Folgemonat erneut berechnet werden. Eine dauerhafte Preiserhöhung trägst du dagegen in der Vorlage ein. Bereits vorhandene Entwürfe prüfst du separat.
Der Monat im Beschreibungstext wird nicht automatisch ersetzt. Passe Angaben wie „November 2026“ im Entwurf an. Auch ein selbst eingefügter Platzhalter wie {Monat} bleibt unverändert. Für den vollständigen Beleg nutze die Anleitung mit Rechnungs-Pflichtangaben.
Wiederkehrende Rechnungen in InvoiceFlow einrichten
- Ausgangsrechnung vorbereiten. Wähle den Kunden und trage die regelmäßig abzurechnenden Positionen ein. Einmalige Extras gehören nicht in die Serienvorlage.
- „Als Abo einrichten“ wählen. Öffne die bestehende Rechnung. Die Vorlage übernimmt Kunde, Währung, Positionen, Rabatte und Notizen.
- Intervall und ersten Termin festlegen. Zur Auswahl stehen monatlich, quartalsweise, halbjährlich und jährlich. Der erste Termin kann heute oder später liegen.
- Den erzeugten Entwurf kontrollieren. Prüfe die unten genannten Angaben. Ergänze insbesondere Leistungsdatum oder Leistungszeitraum und gegebenenfalls Zusatzleistungen.
- Rechnung selbst versenden. Erst nach deiner Prüfung gibst du den Versand frei. Das Einrichten eines Abos verschickt keine Rechnung und zieht kein Geld ein.
Vorlagen verwaltest du in der Rechnungsübersicht unter „Abos“. Dort kannst du sie bearbeiten, pausieren oder löschen. Bereits erstellte Rechnungen bleiben beim Löschen einer Vorlage erhalten. Beim Fortsetzen einer Pause werden übersprungene Perioden nicht automatisch nachgeholt; prüfe offene Leistungen deshalb separat. Die Funktion ist in Pro und Premium enthalten.
Prüfliste vor jedem Versand
- Empfänger: Stimmen Ansprechpartner, Rechnungsanschrift und E-Mail-Adresse noch?
- Leistung: Ist die beschriebene Leistung für diese Periode vereinbart und erbracht?
- Zeitraum: Sind Leistungsdatum, Abrechnungsmonat und Datumsangaben in Notizen aktuell?
- Beträge: Passen Menge, Preis, Rabatt, Steuerbehandlung und einmalige Zusatzleistungen?
- Fälligkeit: Entspricht das Zahlungsziel der Vereinbarung?
- Beleg und Format: Ist die Rechnung eindeutig zugeordnet, und passt das Dateiformat zu den Anforderungen des Empfängers?
Die Rechnungsnummer hält einzelne ausgestellte Belege auseinander. Wird eine Rechnung später nicht bezahlt, folgt eine Zahlungserinnerung – keine zweite Rechnung für dieselbe Leistung.
Muss eine Abo-Rechnung eine E-Rechnung sein?
Das regelmäßige Intervall entscheidet nicht über das Rechnungsformat. Maßgeblich sind der Umsatz, die Beteiligten, Ausnahmen und Übergangsregeln. Ein einfaches PDF wird durch monatliches Versenden nicht zur strukturierten E-Rechnung. Die E-Rechnungs-FAQ des Bundesfinanzministeriums erläutern diese Einordnung. Den praktischen Einstieg findest du unter E-Rechnung erstellen.
Für reguläre Rechnungen nennt § 14 UStG die Rechnungsangaben. Für Kleinunternehmer bestehen eigene Vorgaben; dazu gibt es die Kleinunternehmer-Anleitung mit Muster. Dieser Artikel ist allgemeine Orientierung und ersetzt keine Prüfung deines Einzelfalls.
Häufige Fragen zu monatlichen und wiederkehrenden Rechnungen
Was ist eine wiederkehrende Rechnung?
Eine wiederkehrende Rechnung wird für regelmäßig erbrachte Leistungen aus einer Vorlage vorbereitet. Für jeden Abrechnungszeitraum entsteht ein eigener Beleg, beispielsweise für monatliche IT-Wartung oder Unterhaltsreinigung. In Rechnungsprogrammen heißt diese Funktion häufig auch Abo-Rechnung oder Serienrechnung.
Versendet InvoiceFlow monatliche Rechnungen automatisch?
Nein. InvoiceFlow erstellt ab Pro automatisch neue Entwürfe im gewählten Intervall. Du prüfst Leistungszeitraum, Positionen, Beträge und Empfänger und versendest die Rechnung anschließend selbst. Das Abo löst auch keinen automatischen Zahlungseinzug aus.
Wird der Leistungszeitraum automatisch aktualisiert?
Nein. Positionsbeschreibungen und Notizen werden aus der Vorlage übernommen. Datumsangaben darin musst du im jeweiligen Entwurf anpassen; Platzhalter wie {Monat} werden nicht automatisch ersetzt. Das Leistungsdatum prüfst und ergänzt du ebenfalls vor dem Versand.
Welche Rechnungsintervalle gibt es?
In InvoiceFlow kannst du monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich abrechnen. Du legst den ersten Termin fest und kannst die Vorlage später bearbeiten oder pausieren. Tägliche und wöchentliche Serien werden nicht angeboten.
Was passiert bei einem Termin am 31. des Monats?
Hat der Zielmonat weniger Tage, verwendet InvoiceFlow dessen letzten Kalendertag. Der ursprünglich gewählte Tag bleibt für die folgenden Termine erhalten: Auf den 31. Januar folgt in einem normalen Jahr der 28. Februar und anschließend wieder der 31. März.
Was passiert nach einer Pause oder Preisänderung?
Beim Fortsetzen einer pausierten Vorlage werden vergangene, übersprungene Perioden nicht automatisch nachberechnet. Änderungen an der Vorlage gelten für künftig daraus erstellte Entwürfe. Bereits vorhandene Entwürfe und ausgestellte Rechnungen werden dadurch nicht geändert.
Deine nächste Rechnungsserie vorbereiten
Lege eine saubere Ausgangsrechnung an und mache daraus eine wiederverwendbare Vorlage. Wiederkehrende Entwürfe sind ab Pro verfügbar. Vergleiche die Tarife und Funktionen von InvoiceFlow oder erstelle ein Konto.